Linamour® - Nachhaltige Mode aus Frankfurt

Mode aus Frankfurt am Main? Und dazu noch nachhaltig? Wie kann das gehen? Das wollten wir von Business Consulting Partner aus erster Hand erfahren und stellen hier Frau Katja Rzheutskaya mit ihrem Modelabel "Linamour®" vor. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, elegante Mode aus Leinen zu kreieren und damit in der Modewelt eine nachhaltige Alternative zu schaffen. Erleben Sie hier die Frankfurter Unternehmerin im Gespräch.

Linamour - Wie die Idee entstand..

Katja Rzheutskaya war schon vor der Gründung ihres Leinen-Bekleidungslabels Linamour® im Jahr 2019 klar, dass Unternehmertum immer auch bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Bei einem Menschen mit einem ausgeprägten moralischen Kompass kann das einiges anstoßen – so geschehen bei Katja Rzheutskaya.

„Erst war da vor allem die Liebe zum Leinen-Material“, erzählt die gebürtige Belarussin Rzheutskaya. „Während meiner Kindheit in Belarus spazierte ich mit meiner Oma immer wieder an Flachsfeldern entlang, die Flachspflanze wurde mir vertraut, ihre Farben, die Wachstumsphasen. Ich war schon immer sehr mit Natur verbunden, verliebt in alles, was lebt.“

Nach einigen Jahren als Beraterin in einem Großkonzern verwirklichte sie den Traum von der Selbstständigkeit und gründete Linamour. Am Anfang recherchierte sie wochenlang, wie sie ihr Business aufziehen würde. Sie wusste, dass ihr Markenkern die Natürlichkeit sein würde – das ist das, wofür Leinen vor allem steht. „Wer Leinen kauft, der schätzt den Tragekomfort natürlicher Materialien. Leinen drückt Natürlichkeit aus und bringt Nachhaltigkeit im Produkt selbst mit“, sagt Rzheutskaya.


©Natalia Pakhomkina

 

©Linamour

Nachhaltigkeit, Qualität und Liebe zum Detail

„Eine Zertifizierung des Unternehmens oder der Kleidungsstücke von Linamour® ist für ein kleines Startup meist teuer und schwierig umzusetzen. Also ging ich den Weg, selbst Akzente zu setzen“, sagt Rzheutskaya, und ergänzt: „Nachhaltigkeit und fairness spielen bei jeder unternehmerischen Entscheidung eine Rolle, entlang der Lieferkette habe ich stets nach der umweltfreundlichsten Lösung gesucht.“

Sie legte beim Einkauf der Materialien Wert auf den Aspekt Nachhaltigkeit, bei der Verpackung achtete sie darauf, kein Plastik zu verwenden, selbst für die Knöpfe ihrer Kleidungsstücke verwendet sie nur recycelte Materialien. Bei der Verarbeitung des Leinens achtete sie darauf, dass kein zusätzliches Wasser verwendet wird für das Einweichen der Leinenpflanze. In der Fabrik war ihr wichtig, dass die Leinen gewaschen werden, bevor sie geschnitten werden – so bleibt die Größe der Kleidungsstücke konstanter, der nicht nutzbare Verschnitt wird geringer und die Qualität des Endproduktes ist höher.

 

Produktionsstandort in Europa

Die Entscheidung, wo Katja Rzheutskaya die Kleidungsstücke für ihr gerade gegründetes Modelabel Linamour® produzieren lassen würde, war hingegen nicht einfach zu treffen. Sie wusste, sie wollte in Belarus produzieren, wo das Leinen auch geerntet wurde. Doch bei den ersten drei Fabrikbesuchen haben die Arbeitsbedingungen nicht ihren Vorstellungen entsprochen, der Kontakt zu den Näherinnen wurde erschwert, man nahm sie als Frau nicht als Geschäftspartnerin ernst.

Erst bei der vierten Fabrik in der Nähe von Babrujsk, Belarus, hat es gepasst: Man begegnete ihr mit Respekt, sie war mit den Näherinnen zu Mittag essen, erhielt eine große Rundführung über alle Produktionsbereiche und Herstellungsprozesse, alle waren gut gelaunt und zufrieden. „Viele kleine Dinge, die sich zusammenfügten“, sagt Rzheutskaya. Die junge Unternehmerin hatte ihre Produktionsstätte gefunden..


©Linamour

 

©Linamour

Linamour vereint Nachhaltigkeit und schönes Design

Der Leinenstoff der Linamour®-Kleidungsstücke ist mit Öko-Tex® 100 zertifiziert und mit dem Gütesiegel European Flax®  ausgezeichnet, frei von Schadstoffen wie Pestiziden, Herbiziden, Chlorbleiche und anderen Chemikalien, als auch frei von genetisch modifizierten Organismen (GMO) und damit unbedenklich für Gesundheit und Umwelt. Natürlichkeit und Nachhaltigkeit – bei Linamour® wirkt diese Kombination inzwischen ganz selbstverständlich. Und es ist davon auszugehen, dass genau die Anstrengungen in der Nachhaltigkeit von den Kunden sehr geschätzt werden.

Allerdings beschränkt sie sich bewusst nicht nur auf eine Zielgruppe mit Nachhaltigkeitsfokus: „Dieser Fehler wird bei Mode leider immer wieder gemacht: dass die Produkte zwar natürlich und nachhaltig sind, aber dafür vom Design her nicht immer ansprechend“, so Rzheutskaya. “Mir liegt es am Herzen, dass sich meine Kundinnen in Linamour® gekleidet schön- und wohlfühlen. Ich merke aber auch in der Kundenkommunikation, an den Nachfragen und am Interesse, dass Natürlichkeit und Nachhaltigkeit für viele immer größere Rolle spielen“, so Rzheutskaya.

 

"Spätestens nach dem Kauf wissen die Kunden, dass Sie einen Baum gepflanzt haben“, sagt Rzheutskaya, die seit Linamour Gründung eine Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation One Tree Planted pflegt – für jedes bei Linamour® gekaufte Kleidungsstück wird durch One Tree Planted ein Baum gepflanzt. „ Mit One Tree Planted ging’s mir primär um die Idee jeden einzelnen Kunden direkt an Umweltverbesserung teilhaben zu lassen und das seriöse Unternehmen dahinter." Ein weiterer Vorteil: „Die Spendenaktion lässt sich im Webshop so anbinden, dass der Spenden- und Rechnungslauf bei jedem Kauf integriert ist und automatisch ablaufen kann“ erklärt Rzheutskaya.  

Umsetzung unter schwierigen Umständen

Rzheutskaya war zufrieden mit ihren Produkten, den Stoffen, der Produktion, alles war stimmig. Doch dann funkte ihr die Weltpolitik dazwischen. Seit 2020 hat sich die demokratische und menschenrechtliche Lage in Belarus deutlich verschlechtert. Staatspräsident Alexander Lukaschenko hatte seine Wiederwahl vermutlich manipuliert und unterdrückt Proteste und Streiks seitdem mit Gewalt. Mit ihrem ausgeprägten moralischen Kompass ist das für die Unternehmerin nicht mehr vereinbar.

Konsequenterweise hat Rzheutskaya die Produktion in Belarus schweren Herzens in 2021 eingestellt. „Würde ich dort weiter produzieren, würde ich das Regime indirekt unterstützen. Das war nicht hinnehmbar“, sagt sie. Deshalb suchte sie nach einer neuen Fabrik in Europa. „Klar, das ist erst einmal eine Unterbrechung, ich kann aktuell nur noch aus dem vorproduzierten Bestand verkaufen“, sagt Rzheutskaya. „Aber ich bin überzeugt, noch in diesem Jahr startet die Produktion wieder“.

Verantwortung erfordert eben oft auch Mut. Und Tatkraft.

Background-Wissen: Leinen – eines der nachhaltigsten Materialien der Welt !

Europäisches Leinen wird hergestellt es aus der Flachspflanze, für deren Anbau lediglich Regenwasser benötigt wird - keine Pestizide oder Herbizide. Das schont das Grundwasser und die Flüsse der Anbauregionen. Flachs schützt zudem die Vielfalt der landwirtschaftlichen Ökosysteme, da er nur alle sieben Jahre auf demselben Boden wächst. Nach der Ernte hinterlasst Flachs mit seinen Wurzelresten fruchtbaren Boden für den Anbau anderer Kulturpflanzen. Damit wird von Flachs jeder Teil genutzt: von der Wurzel über die Faser bis hin zum Leinsamen. Abgesehen davon ist Leinen zu 100% natürlichen Ursprungs und kann restlos kompostiert werden.

 

©Michaela Siegl

Die Unternehmerin

Verantwortung erfordert Mut, Entschlossenheit und Tatkraft. Frau Rzheutskaya lebt seit 2000 in Frankfurt am Main und will mit Linamour® ihre Leidenschaft für nachhaltige, natürliche Stoffe und pure, elegante und minimalistische Leinenoutfits teilen.

Minimalistisches Design, hochwertige Verarbeitung und hoher Tragekomfort zeichnen ihre Kollektionen aus, dies bestätigen ihr auch ihre vielen begeisterten Kundinnen, mehr Eindrücke hier:

Kontakt

 

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Unternehmensberatung

Dipl. Kfm. Thomas Lattenmayer

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